Bunte Schülerhände bieten Hilfe für Aids-Waisen

Klasse 9a sammelt Spenden zum Welt-Aids-Tag / Trauriger Takt der Glocke


Klasse 9a am Welt-Aids-Tag

Klasse 9a am Welt-Aids-Tag
"Was sollen diese Hände?" fragte eine Passantin als sie gestern die Krambrücke überquerte und die mit Händen bedruckten Tücher über dem Geländer sah. Anna-Lena aus der 9a des Max-Reger-Gymnasiums erklärte: "Heute ist Welt-Aids-Tag und wir wollen auf die Katastrophe im südlichen Afrika aufmerksam machen. Mit den Hände wollen wir ausdrücken, dass wir die Aids-Waisen nicht alleine lassen und zumindest einen kleinen Beitrag zur Linderung ihrer Not leisten."


Die Schüler haben sich im Religionsunterricht intensiv mit der Krankheit Aids befasst und dabei den Entschluss gefasst, eine öffentliche Aktion zu starten. Im Mittelpunkt sollte die Situation im südlichen Afrika stehen. Darauf weist ein großes Plakat mit roter Aids-Schleife auf schwarzem Grund hin: "2,5 Mio. aidskranke Kinder im südlichen Afrika". Im Gespräch spitzt Religionslehrer Albert Kiener die Dramatik der Lage nochmals zu: "Über 13 Millionen Kinder haben ein oder beide Elternteile verloren. Viele kranke Kinder sind auf sich allein gestellt."

Um die Aufmerksamkeit der Amberger auf sich zu ziehen, schlagen Johannes und Steffi im 10 Sekunden-Takt an der Aids-Glocke. Ihr Botschaft lautet: "Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an Aids." Dieses Signal soll einerseits die Deutschen wachrütteln, die steigende Sorglosigkeit gegenüber Aids aufzugeben, andererseits aber zu gemeinsamen Anstrengungen aufrufen, die weltweite Ausbreitung dieser Seuche zu verhindern und das Leid zu mindern.

Deshalb wird durch eine Spendenaktion der KINDERaidsFONDS unterstützt, eine Einrichtung des Hilfswerkes "Misereor", dem Kindermissionswerk "die Sternsinger" und den afrikanischen Bischofskonferenzen. Dieser Fonds, so Kiener, baut Hilfsnetze für Aids-Waisen auf, z.B. durch die Vermittlung von Pflegefamilien, den Bau von Kinderheimen und von medizinischer Versorgung. Gleichzeitig werde alles getan, um die Kinder und Jugendlichen über die Gefahr der Immunschwäche aufzuklären. Vielerorts herrsche noch der Irrglaube, durch Sex mit Jungfrauen werde man von Aids geheilt. Jugendgruppen werden unterstützt, mit Straßentheater und Liedern an die Jugendlichen ranzukommen und eine Änderung ihres Sexualverhaltensverhaltens herbeizuführen. Der Fonds verhelfe auch vielen Alleingelassenen zu einer Schul- und Berufsausbildung.

Gegen eine Spende in ihre Sammelbüchse verteilten die eifrigen Sammlerinnen und Sammler selbst angefertigte rote Aids-Schleifen, dem Zeichen der Solidarität mit den Infizierten. Auch durften selbstgebackene "Aids-Schleifen" probiert werden. So wurden insgesamt über 600 Euro gesammelt.




125 Jahre Max-Reger-Gymnasium Amberg (MRG)